Selbst wenn das Projekt nicht dank der zusätzlichen Milliarde verwirklicht wird, sind die Chancen auf einen Bau bis 2015 gut: Denn auch im Investitionsrahmenplan des Bundes bis 2015 steht die Ortsumgehung ganz vorne. Zwar räumt Ramsauer ein, dass im Fünfjahreszeitraum vor allem Sanierungen umgesetzt werden und »kaum Spielräume für Neubeginne bestehen«, sollten sich aber weitere Finanzierungsquellen (EU-Gelder oder nicht in Anspruch genommene Mittel durch Bauverzögerungen) auftun, könnten sich Handlungsspielräume ergeben. Dann würden die Projekte angestoßen, bei denen Baurecht besteht – was bei Wöllstadt seit 2010 der Fall ist.

»Vor einem halben Jahr standen wir in der Prioritätenliste noch auf Platz 18«, meinte Dangelmeier. Dank des Drucks aus der Bevölkerung und den politischen Verhandlungen hinter den Kulissen sei man nach oben gewandert. Die BI werde im neuen Jahr auch die Bahn anschrieben und um Unterstützung bitten. Dangelmeier: »Denn auch die braucht die B3, um die Brücken für ihre beiden neuen Gleise bauen zu können.«

Grafik WZ

Quelle WZ 17.12.2011: http://www.wetterauer-zeitung.de/Home/Kreis/Staedte-und-Gemeinden/Woellstadt/Artikel,-Ortsumgehung-Woellstadt-steht-ganz-oben-auf-der-Liste-_arid,307870_regid,3_puid,1_pageid,81.html