"Bis Ende des Jahres" rechnet Landtagsabgeordneter Utter mit dieser Entscheidung. "In den nächsten Wochen haben wir Klarheit, das ist nun eine spannende Zeit." Der CDU-Politiker nährt die Erwartungen der Wöllstädter: "Ich glaube, wir haben gute Chancen, weil Wöllstadt so weit fortgeschritten ist in der Planung."

Bürgermeister Alfons Götz (CDU) korrigiert: "Kein anderes Projekt ist so weit fortgeschritten." Genau deshalb sind die Wöllstädter seit Monaten konsterniert ob der fortlaufenden Absagen aus Berlin. Die Gelder, die der Bund für seine Straßenausbauten in Hessen investiert, fließen seit Jahren zum Großteil in den umstrittenen Ausbau der A 44 zwischen Kassel und Eisenach.

 

Muss durchfinanziert sein

Die zusätzliche Milliarde nun mache ihn "etwas zuversichtlicher", räumt Bürgermeister Götz ein. Das vor allem, weil "ich mir nicht erlauben kann zu überlegen, was geschieht, wenn die Maßnahme nicht kommt", seufzt er.

Rund 30 000 Autos und Lastwagen rollen Tag für Tag durch die engen Durchfahrten in Nieder- und Ober-Wöllstadt. Seit Eröffnung der Friedberger Westumgehung werde es immer mehr Verkehr: "Von der A 5 in Bad Nauheim aus nutzen immer mehr Fahrzeuge die Verbindung Richtung Frankfurt."

Götz kämpft seit Jahren für den Bau der Umgehung und hat wo auch nur immer möglich dafür gesorgt, dass Planungen und Genehmigungen ohne Widerstände liefen. Denn er weiß: "Die Entwicklung der Gemeinde ist durch die B 3 vollkommen behindert."

Die Situation nun sehe ganz anders aus als noch im Sommer, findet Tobias Utter. Denn sein grundsätzliches Interesse daran, die Umgehung zu bauen, habe der Bund allein dadurch bewiesen, dass er das Vorhaben "schon soweit entwickelt" habe. Bevor die Bagger anrollten, müsste das Vorhaben aber komplett durchfinanziert sein, erklärt er. "Da reicht nicht ein bisschen Geld, denn man kann ja nicht mittendrin aufhören zu bauen."

 

Quelle: FNP 6.12.2011: http://www.fnp.de/fnp/region/lokales/wetterau/woellstadt-schoepft-neue-hoffnung_rmn01.c.9422869.de.html