Noch im Sommer stand es schlecht um das 40-Millionen-Bauprojekt. Nach der Ankündigung aus Berlin, für den Bundesfernstraßenbau zusätzliche 600 Millionen Euro zu investieren (die WZ berichtete) sind die Chancen jedoch deutlich gestiegen. Wie Utter beim Ortstermin sagte, liege die Entscheidung über die Verwendung der Mittel, die das Land vom Bund erhält, nun beim hessischen Verkehrsministerium, das eine Priorisierung vornehmen muss. Schließlich gebe es noch mehr Bundesstraßenbau-Projekte, die auf einen Baubeginn warten. Für eine Realisierung der Ortsumgehung Wöllstadt aber sprächen aber das hohe Verkehrsaufkommen, das bestehende Baurecht sowie der bereits weit vorangeschrittene Flächenerwerb, sagte der Landtagsabgeordnete aus Bad Vilbel.

Utter, der erst einer Einladung der örtlichen Christdemokraten nach Ober-Wöllstadt, dann einer der FWG nach Nieder-Wöllstadt gefolgt war, erläuterte am Morgen gemeinsam mit Bürgermeister Alfons Götz (CDU), dass in den letzten Wochen viel Werbung für den Ort gemacht worden sei. So hätten Umweltministerin Lucia Puttrich und er ihre Anstrengungen noch einmal verstärkt und in vielen Gesprächen mit den zuständigen Ämtern und Politikern auf die Dringlichkeit der Umgehungsstraße hingewirkt.

Utter berichtete, dass dieses Bauprojekt bei allen zuständigen Gremien wohlbekannt sei und diese auch um die extreme Verkehrsbelastung und die damit verbundenen Gefahren und Probleme für die Wöllstädter wüssten. »Und wenn die Ortsumgehungen Rosbach und Dorheim fertig sind, wird der Verkehr wohl noch einmal zunehmen.« Utter empfahl, weiterhin Briefe nach Wiesbaden und Berlin zu schreiben.

Im Anschluss an den Ortstermin brach Bürgermeister Götz zu einem Gesprächstermin mit Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier auf. Thema: natürlich die Wöllstädter Ortsumgehung.

 

Quelle: WZ 6.12.2011: http://www.wetterauer-zeitung.de/Home/Kreis/Staedte-und-Gemeinden/Woellstadt/Artikel,-Utter-B-3-Entscheidung-faellt-naechste-Woche-_arid,305356_regid,3_puid,1_pageid,81.html