Wöllstadt (hed). Laut Minister Jörg-Uwe Hahn (FDP) sind die Chancen auf eine baldige Finanzierung für die Ortsumgehung Wöllstadt deutlich gewachsen.

Der Protest der Wöllstädter trägt womöglich Früchte. (Archivfoto: nic)

 

 

Er bezieht sich auf die Entscheidung des Bundestags, im Bundeshaushalt 2012, dem Verkehrsministerium eine zusätzliche Milliarde Euro zu gewähren.

Hahn nahm Bezug auf ein Gespräch, das er kürzlich mit Dr. Peter Ramsauer (CSU) in Bad Homburg geführt habe. »Der Bundesverkehrsminister konnte sich genau an dieses Projekt erinnern und war von der besonderen Priorität überzeugt,« sagt Hahn. Ramsauer hätte aber auch deutlich gemacht, dass er »leider knapp 150 ähnliche Bauprojekte in Deutschland« auf dem Tisch liegen habe, deren Finanzierung noch fehle.



Der Hessische Verkehrsstaatssekretär Steffen Saebisch und Jan Mücke, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, hätten ihm noch einmal versichert, »dass die Chancen sehr gut stehen, dass Wöllstadt auf der Prioritätenliste Hessens an erster Stelle steht.« Er habe Landesverkehrsminister Dieter Posch gebeten, auch seine prioritäre Entscheidung für Wöllstadt mit Ramsauer persönlich zu erörtern.

Arnold: Keine weitere Verzögerung

Neben Hahn hat auch Landrat Joachim Arnold (SPD) Verkehrsminister Ramsauer angeschrieben und gebeten, 40 Millionen Euro der zusätzlichen Milliarde für die baureife B 3/B 45-Ortsumgehung Wöllstadt zu investieren. »Ich appelliere an Sie, den neuen Gestaltungsspielraum zum Wohl der jeden Tag und jede Nacht von nicht mehr vertretbaren Verkehrsbelastungen betroffenen Wöllstädter Bürger zu nutzen.« Der Landrat hob hervor, dass »die ausstehende Freigabe der Mittel zu großer Enttäuschung und Ohnmacht der Einwohner geführt« habe. Die Bevölkerung sei nicht bereit, weitere Verzögerungen zu akzeptieren.

Quelle: WZ 25.11.2011 http://www.wetterauer-zeitung.de/Home/Kreis/Staedte-und-Gemeinden/Woellstadt/Artikel,-Chancen-fuer-Ortsumgehung-Woellstadt-sind-gestiegen-_arid,302802_regid,3_puid,1_pageid,81.html