Umgehungsstraße gefordert

Mit Transparenten und Spruchbändern protestierten die Anwohner auf der B3.
Rund 500 Bürger haben am Freitag in Wöllstadt in der Wetterau den Verkehr auf der Bundesstraße 3 lahmgelegt. Rund zwei Stunden lang demonstierten sie für den seit Jahrzehnten diskutierten Bau einer Umgehungsstaße.
Im Berufsverkehr bildete sich eine lange Autoschlange hinter dem Demonstrationszug durch die beiden Ortsteile Ober- und Niederwöllstadt. Das war auch das Ziel der Bürgerinitiative, die öffentlich auf ihre Situation aufmerksam machen will: Mehr als 30.000 Fahrzeuge, davon nachts viele Lkw, wälzen sich täglich durch Wöllstadt.

"Wir finden keine ruhige Minute mehr", riefen die Demonstranten. Die Umgehungsstraße müsse kommen, forderten sie. Die Bürgerinitiative fordert den sofortigen Weiterbau der B3a und damit eine Ortsumgehung für die beiden Ortsteile. Seit der Freigabe der Ortsumgehung Friedberg habe die Verkehrsbelastung in Wöllstadt dramatisch zugenommen, erklärte ein Sprecher.

Bund hat kein Geld

Nach dem Planfeststellungsbeschluss besteht zwar seit rund eineinhalb Jahren Baurecht für die rund 40 Millionen Euro teure Ortsumgehung. Der Bau der 6,8 Kilometer langen Strecke ist wegen fehlender Mittel im Bundesverkehrsministerium allerdings auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Die Wöllstädter setzen ihre Hoffnung auf die Einführung einer Pkw-Maut. Diese solle neues Geld in die Kassen des Bundes spülen, damit die Straße doch noch gebaut werden kann.